Speisen zum Mitnehmen
Betriebsrestaurants verarbeiten täglich qualitativ hochwertige Lebensmittel zum Wohle der Beschäftigten. Dennoch sind in 2022 rund 2 Millionen Tonnen (18%) Lebensmittelabfälle in der Außer-Haus-Verpflegung entstanden (Umweltbundesamt, 2024). Aus ethischer, ökologischer und ökonomischer Sicht ist eine Reduzierung der Lebensmittelverschwendung zwingend notwendig. Mitnahmeangebote (To Go) für Betriebsrestaurants haben verschiedenste Vorteile. Auch die Vorbereitung zur Umsetzung dieser Maßnahme ist überschaubar. Kantinen sind ab dem 01.01.2023 verpflichtet, ihre Produkte sowohl in Einweg- als auch in Mehrwegverpackungen anzubieten. Wichtig ist hierbei, dass die Mehrwegvariante nicht teurer sein darf, als das Produkt in der Einwegverpackung. Möglich ist es, die Mehrwegverpackung gegen Pfand auszugeben, das bei Rückgabe wieder ausgezahlt wird. Mit dem Angebot von Mehrwegverpackungen können Betriebsrestaurants die Kampagne des Bundesernährungsministeriums „Zu gut für die Tonne“ unterstützen.
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Ziel
- Umsetzung der Mehrweg-Pflicht in der Kantine
- Reduktion von Lebensmittelverlusten, z.B. durch die Möglichkeit, nach der Essensausgabe übrige Speisen oder Beilagen zu kaufen, damit einhergehend eine Verbesserung des Umwelt- und Klimaschutzes
- Abfallvermeidung durch die Steigerung der Akzeptanz für selbst mitgebrachte Behältnisse/Boxen (liegt im Ermessen der Pächterin bzw. des Pächters)
- Zusätzliche Einnahmequelle für die Pächterin bzw. den Pächter
- Nutzung der To Go Angebote ggf. von externen Personen (umliegende Firmen, Laufkundschaft)
- Zufriedenheit der Mitarbeitenden wird gefördert, die das Angebot aus unterschiedlichen Gründen in Anspruch nehmen: Aufgrund eines Termins zur Mittagszeit, Dienstreise am Tag oder Folgetag (Speisen sind auch am zweiten Tag schmackhaft), bevorzugte Ruhe beim Essen, keine Begleitung zum Mittagessen, Mitnahme für den Feierabend oder Home-Office am Folgetag, Mitarbeitende bringen gerne für Familie, Partnerinnen und Partnern oder Freunden Speisen mit
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Schritte zur Umsetzung
- Konzeptabstimmung mit Kantinenpächterinnen oder Kantinenpächtern; Einbindungen des Küchenteams durch die Pächterin oder den Pächter
- Größe, Funktion (Spülmaschinen-, Tiefkühl- und ggf. Mikrowellenfest) sowie Anzahl der Boxen ermitteln
- Angebotsrecherche und Beschaffung
- Zwei Möglichkeiten der Mitnahme:
- Während der Speisenausgabe zum normalen Preis
- Nach der Speisenausgabe zum günstigeren Preis (gilt nicht für Vorbestellungen)
- Kommunikationsmaßnahmen erstellen und ggf. beim BMEL Werbematerialien „Zu gut für die Tonne“ bestellen; z.B. Aushänge an Stempeluhren, Aufsteller im Speisesaal, Ankündigung im Intranet
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Beteiligung Dritter
Kantinenbetreibende
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Praxiserfahrung
- 30 Boxen zum Starten bei ca. 400 Mitarbeitenden ausreichend
- Maßnahme wurde von den Gästen direkt angenommen, Pfand pro Box von 10 € wurde zu keiner Zeit als zu hoch bemängelt; wichtig für kostenneutrale Nachbestellung
- Wie viele Boxen täglich mitgenommen oder nach der Essensausgabe befüllt in die Kühltheke gelegt werden können, pendelt sich im ersten Monat ein
- Die Mitnahme zum günstigeren Preis wurde nicht ausgenutzt, da u. a. oftmals nicht mehr alle Menüs im vollen Umfang nach der Speisenausgabe verfügbar sind
- Separater herausnehmbarere Einsatz in der Box für Soßen/Dressings von Vorteil (z.B. Salate)
- Boxen haben das Logo des LANUK-Projekts „Nachhaltige Verwaltung der Zukunft“, welches eine Wiedererkennung bzw. Zuordnung der Maßnahme zum Projekt darstellt
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Weiterführende Information
Downloads
Beispielhaftes Poster "Speisen To Go" (Bild: LANUV)
Links
Kampagne des Bundesernährungsministeriums “Zu Gut für die Tonne”: Materialien, Tipps, Rezepte, kostenlose Info- und Werbematerial zum Bestellen
Merkblatt für die Befüllung von Mehrweg-Behältnisse vom Lebensmittelverband Deutschland und Lehrvideo für Servicekräfte. Neben diesem Merkblatt gibt es zwei weitere Merkblätter für “Coffee to go Becher“ und für „Pool-Geschirr“.
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Kontakt
Landesamt für Natur, Umwelt und Klima NRW,
Postanschrift: 40208 Düsseldorf, Kontakt nachhaltigkeit@lanuk.nrw.de
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