Mobilität

Fahrradabstellanlagen

Im LANUK waren die Fahrradstellplätze in den Sommermonaten an den Standorten Recklinghausen und Essen stets überfüllt und auch in den kälteren und nassen Monaten gut ausgelastet. Um die Fahrradmobilität durch eine bessere Infrastruktur zu fördern und die Zufriedenheit der Mitarbeitenden zu steigern, wurden aus Fördermitteln weitere Fahrradabstellanlagen beschafft. 

Vor der Beschaffung sollte der Bedarf an Stellplätzen in Abhängigkeit zu den Standortgegebenheiten analysiert werden. Zudem sollte bekannt sein, welche Art von Stellplätzen notwendig sind (überdacht oder eingezäunt?). Die falsche Wahl der Abstellmöglichkeit kann dazu führen, dass die Beschäftigten nur ungern ihr Rad abstellen, da es nass oder gestohlen werden könnte. Der Vermieter bzw. die Vermieterin sollte zwecks Zustimmung der Bauleistung rechtzeitig hinzugezogen werden. Zu diesem Zeitpunkt sollten die etwaige Größe und der Standort der Anlage bereits klar sein. Wird eine Fahrradabstellanlage mit Glas gewählt, sollte in der Ausschreibung bereits der Vogelschlagschutz beachtet werden. Auf dem Markt gibt es viele verschiedene Modelle. Einige werden komplett geliefert, andere werden vor Ort aufgebaut, manche haben eine Dachbegrünung und Beleuchtung (inkl. Solarpanele). Hier müssen stets die eigenen Bedürfnisse und finanziellen Mittel berücksichtigt werden. Final sollten die Besonderheiten und die neue Anzahl an Stellplätzen über die internen Wege kommuniziert werden.

  • Ziel
    • Steigerung zur Verfügung gestellter Stellplätze, um eine Überlastung zu vermeiden
    • Steigerung der Zufriedenheit der Beschäftigten
    • Attraktivität der Fahrradmobilität steigern
    • Beginn der individuellen Arbeitszeit entscheidet nicht über die Verfügbarkeit eines Stellplatzes
  • Schritte zur Umsetzung
    • Bedarf an Stellplätzen in Abhängigkeit der Bedürfnisse der Beschäftigten und zu den Standortgegebenheiten analysieren, ggf. Stromanschluss für Akkuladung berücksichtigen
    • Anforderungen aus dem §27 des Fahrrad- und Nahmobilitätsgetze NRW überprüfen und in Bedarfsplanung berücksichtigen
    • Ermitteln wie groß eine Anlage für die benötigte Anzahl an Stellplätzen sein muss
    • Geeigneten Standort auf dem Gelände finden
    • Kontakt mit dem Vermieter oder der Vermieterin aufnehmen zwecks Genehmigung
    • Fahrradabstellanlagen ausschreiben und bezuschlagen
    • Bodenarbeiten ausschreiben und bezuschlagen
    • Bodenarbeiten und Anlieferung koordinieren
    • Kommunikation zur fertiggestellten Anlage
  • Beteiligung Dritter

    Vermietung der Fahrradabstellanlagen, Bauunternehmen für Bodenarbeiten

  • Praxiserfahrung
    • Vermieter oder Vermieterin zeitnah einbeziehen für z.B. Erlaubnis und Mietvertragsergänzung
    • Eine geringe Anzahl an Stellplätzen benötigen meistens mehr Fläche, als man annehmen würde
    • Bei einer umzäunten Anlage ist der Platzbedarf sehr viel größer
    • Bodenarbeiten sollten in die Gesamtkosten einkalkuliert werden
    • Es gibt kaum Unternehmen, welche die Anlage und die Bodenarbeiten in einem Gesamtpaket anbieten
    • Bodenarbeiten können im Allgemeinen erst ausgeschrieben werden, nachdem die Maße und Untergrundinformationen der Anlage klarstehen, also nach der Bezuschlagung
    • Langer Prozess
    • Bei einer abschließbaren Anlage sollte die Zugangsorganisation im Vorfeld durchdacht sein
    • Vogelschlagschutz beachten
    • Durch die Anlage werden Flächen versiegelt ggf. kann eine Überdachung über eine Begrünung verfügen
  • Gesetzliche Grundlage
  • Weiterführende Information
  • Kontakt

    Landesamt für Natur, Umwelt und Klima NRW, 
    Postanschrift: 40208 Düsseldorf, Kontakt nachhaltigkeit@lanuk.nrw.de
     

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