Mobilität

Mobilitätsumfrage

Ziel einer Mobilitätsumfrage ist es den Status Quo des Pendelverkehrs und/oder der Dienstreisen zu ermitteln. In einer Umfrage können auch Motive der Beschäftigten für Mobilitätsentscheidungen abgefragt werden. Entsprechend der Antworten kann ein gutes Bild über das Mobilitätsverhalten der Beschäftigten (Modal Split) erzeugt, die Verkehrsleistung sowie die CO2-Emissionen berechnet und geeignete Maßnahmen für die Förderung der nachhaltigen Mobilität umgesetzt werden. In Kombination mit weiteren Umfragen zu einem späteren Zeitpunkt können die Veränderung der Mobilität und der Emissionen sowie die Effektivität der umgesetzten Maßnahmen analysiert werden. Die Mobilitätsumfrage kann auch mit einer Wohnstandortanalyse verknüpft werden, indem die Adresse der Beschäftigten als optionale Frage abgefragt und unabhängig von den anderen Daten ausgewertet wird. Aus der Wohnstandortanalyse lassen sich Potentiale für nachhaltige Mobilitätsformen ableiten. Die Teilnahmebereitschaft steigt, wenn der aus der Umfrage folgende Nutzen für die Beschäftigten ersichtlich ist. Die Ergebnisse und Erkenntnisse der Umfrage sollten nach der Auswertung allen Beschäftigten zugänglich gemacht werden.

Variante 1: In einer kleinen Umfrage können Aspekte abgefragt werden, um die CO2-Emissionen, den Modal Split und die Verkehrsleistung für die An- und Abfahrt zu berechnen:

  • Verkehrsmittel
  • Beim motorisierten Individualverkehr (MIV): Treibstoffart
  • Einfache Wegstrecke in Kilometern
  • Anzahl der Tage in der Woche, die man die Dienststelle aufsucht

Variante 2: Eine große, detailliertere Umfrage kann mit einem Dienstleistungsunternehmen durchgeführt werden. 

  • Ziel
    • Informationen über Sachstand im Bereich Mobilität in der Einrichtung erhalten
    • Bedarfsgerechte Umsetzung von Maßnahmen
    • Mitnehmen der Mitarbeitenden bei dem Veränderungsprozess
    • Potentiale der nachhaltigen Mobilität identifizieren
    • Erkenntnisse zu Wirkungen auf die Umwelt durch An- und Abreise der Beschäftigten gewinnen
    • Analyse von Veränderungen über mehrere Jahre hinweg
  • Schritte zur Umsetzung

    Ziel der Umfrage definieren

    • Entscheidung für einen bestimmten Umfang der Umfrage und ob die Umfrage selbst oder durch ein Dienstleistungsunternehmen durchgeführt werden soll.
    • Zustimmung der Hausleitung zur Umfrage einholen.

    Variante 1 - Selbstständige Durchführung:

    • Fragen und Antwortoptionen festlegen
    • Umfrage erstellen und in ein Umfragesystem einpflegen
    • Vorbereitung von Vorlagen für den Datenschutz und den Personalrat
    • Abstimmung mit Datenschutz und Personalrat
    • Testlauf der Umfrage innerhalb des Teams
    • Veröffentlichung der Umfrage via E-Mail-Verteiler und/oder Intranet
    • Auswertung der Umfrageergebnisse
    • Veröffentlichung der Ergebnisse über gängige Kanäle

    Variante 2 - z.B. Durchführung mit einem Dienstleistungsunternehmen (DL):

    • Vergabe durchführen
    • Gemeinsam mit der DL die Fragen und Antwortoptionen festlegen
    • DL: Umfrage erstellen und in ein Umfragesystem einpflegen
    • Gemeinsam mit dem DL: Vorbereitung von Vorlagen für den Datenschutz und den Personalrat
    • Abstimmung mit Datenschutz und Personalrat
    • DL: Testlauf der Umfrage
    • Zusätzlich Testlauf der Umfrage durch beauftragende Person
    • Veröffentlichung der Umfrage via E-Mail-Verteiler und/oder Intranet
    • DL: Auswertung der Umfrageergebnisse
    • Veröffentlichung der Ergebnisse und Erkenntnisse über gängige Kanäle
  • Beteiligung Dritter

    Je nach Variante: Externes Dienstleistungsunternehmen für Umfrage

  • Praxiserfahrung

    Es kann sowohl zeitlich, als auch datenschutzrechtlich von Vorteil sein, wenn ein externes Dienstleistungsunternehmen die Umfrage durchführt und auswertet. Dies ist vor allem bei der Erhebung von personenbezogenen Daten der Fall. Dem Datenschutz kann klar aufgezeigt werden, dass niemand in der eigenen Institution auf die Rohdaten zugreifen kann und ein Rückschluss der Antworten auf einzelne Personen ausgeschlossen ist. Zudem wird die Auswahl des technischen Mediums an das Dienstleistungsunternehmen ausgelagert und somit der Aufwand für die eigene Institution diesbezüglich reduziert. Eine Berücksichtigung von landeseigenen oder – nahen Dienstleistungsunternehmen wie z. B. IT.NRW ist aufgrund des hohen Datenschutzstandards, den es im Land gibt, sinnvoll. Für das LANUK wurde die Umfrage durch das Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung durchgeführt. 

    • Bewährte Umfragedauer:
      Variante 1: 3 - 4 Wochen;
      Variante 2: 4 - 6 Wochen mit jeweils einer Erinnerungs-E-Mail.
    • Der Umfang der Umfragen stand stets in einem guten Verhältnis zu den gewonnenen Erkenntnissen und dem Ziel und Nutzen der durchgeführten Umfragen.
    • Im LANUK bzw. durch das Dienstleistungsunternehmen wurde das System Limesurvey für die Umfragen verwendet
  • Weiterführende Information
  • Kontakt

    Landesamt für Natur, Umwelt und Klima NRW, 
    Postanschrift: 40208 Düsseldorf, Kontakt nachhaltigkeit@lanuk.nrw.de

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